Energieträger und Versorgungssicherheit
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Drohen uns Versorgungsrisiken?
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Woher bekommen wir unsere Energie?
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Wird der Strombedarf künftig steigen?
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Welche Vor- und Nachteile hat Gas?
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Was ist Flüssigerdgas (LNG)?
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Gibt es Qualitätsunterschiede bei Erdgas, Biogas und anderen Gemischen?
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Wird der Bedarf an Öl und Gas künftig steigen?
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Wie lange ist Erdöl noch verfügbar?
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Wie lange ist Erdgas noch verfügbar?
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Was unternimmt die EU im Bereich Versorgungssicherheit?
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Gibt es weitere Instrumente im Bereich Öl-Versorgungssicherheit?
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Wie können wir unsere Abhängigkeit vom Öl senken?
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Was leisten die erneuerbaren Energien?
Wie lange ist Erdöl noch verfügbar?
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) geht aus geologischer Sicht davon aus, dass bei moderatem Verbrauchsanstieg Erdöl bis etwa 2020 leicht und kostengünstig (d.h. konventionell) gefördert werden kann. Von diesem Zeitpunkt an, dem so genannten "Peak Oil" (englisch für Ölfördermaximum), dürfte die Welt-Erdölförderung kontinuierlich zurückgehen. Die sich damit eröffnende Lücke zwischen Nachfrage und Angebot müsste durch nicht-konventionelles Erdöl (schwieriger und teurer gewinnbar), Ölsubstitute aus Erdgas, Kohle oder Biomasse und andere Energierohstoffe oder erneuerbare Energien geschlossen werden bzw. entsprechende Energiemengen müssten durch geeignete Maßnahmen eingespart werden.
Die "Peak Oil"-Theorie basiert auf einer Konzeption zur Entwicklung der Erdölförderung, die besagt, dass Förderung und Verbrauch von Erdöl - wie im Prinzip für jeden endlichen, d. h. nicht-erneuerbaren Rohstoff - im Idealfall einen glockenförmigen Verlauf ("Hubbert-Kurve") zeigen. Die 50%ige Erschöpfung des Gesamtpotenzials und die maximale Förderung fallen nach dieser Theorie zeitlich in etwa zusammen. Mit "Peak Oil" wird der Zeitpunkt der maximalen Erdölförderung bezeichnet, bezogen z. B. auf einzelne Felder, Gebiete, Länder, Regionen oder die gesamte Welt. Zu der Frage, wann, wie und wodurch bedingt "Peak Oil" erreicht wird oder ob es eher zu einem mehrjährigen Plateau mit anschließendem Abfall kommen wird, gibt es unterschiedliche Expertenmeinungen. Einfluss hierauf hat unter anderem,
ob es mit verstärkter Exploration auch in unwirtlichen Regionen wie Tiefstwasser oder Arktis gelingt, neue Felder zu entdecken und in Förderung zu bringen;
ob es mit neuen bzw. verbesserten Technologien gelingt, aus den bekannten Feldern mehr herauszuholen;
ob nicht-konventionelles Erdöl wie Ölsande, Schwerstöle und vielleicht auch Ölschiefer eine größere Rolle spielen kann;
inwieweit andere Treibstoffe aus Kohle, Erdgas und Biomasse einen Teil des Rückgangs beim Erdöl ausgleichen können;
welche weiteren Fortschritte es bei der Steigerung der Energieeffizienz gibt
und
wie sich der Erdölverbrauch in Abhängigkeit von der Preisentwicklung und unter dem Einfluss der Klimadiskussion entwickelt.
Der Anteil der Erdölförderung aus der OPEC und speziell aus der Region am Persischen Golf wird zukünftig steigen. Die Konzentration der konventionellen Erdölreserven und auch der Erdgasreserven innerhalb der sogenannten "Strategischen Ellipse", die sich vom Nahen Osten über den Kaspischen Raum bis in den Hohen Norden Russlands erstreckt, birgt dabei Konfliktpotenzial. Diese Ellipse fällt teilweise mit politisch instabilen Regionen zusammen.