Energieträger und Versorgungssicherheit
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Drohen uns Versorgungsrisiken?
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Woher bekommen wir unsere Energie?
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Wird der Strombedarf künftig steigen?
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Welche Vor- und Nachteile hat Gas?
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Was ist Flüssigerdgas (LNG)?
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Gibt es Qualitätsunterschiede bei Erdgas, Biogas und anderen Gemischen?
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Wird der Bedarf an Öl und Gas künftig steigen?
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Wie lange ist Erdöl noch verfügbar?
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Wie lange ist Erdgas noch verfügbar?
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Was unternimmt die EU im Bereich Versorgungssicherheit?
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Gibt es weitere Instrumente im Bereich Öl-Versorgungssicherheit?
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Wie können wir unsere Abhängigkeit vom Öl senken?
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Was leisten die erneuerbaren Energien?
Wird der Bedarf an Öl und Gas künftig steigen?
Weltweit ist der Verbrauch von Öl und Gas in den vergangenen Jahren beständig gestiegen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) erhöhte er sich im Zeitraum 2000 bis 2007 bei Öl um rund 12 % und bei Gas um rund 21 %. Verantwortlich hierfür war insbesondere der dynamische Bedarfsanstieg in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Allein in China stieg der Ölverbrauch in dieser Zeit um rund 61 %, der Gasverbrauch um rund 185 %. Für Indien ergibt sich ein Anstieg um rund 26 % beim Öl und um 59 % beim Gas. In Deutschland ist der Ölverbrauch im Zeitraum 2000 bis 2008 um rund 11,5 % gesunken, während sich der Gasverbrauch um rund 3,5 % erhöhte.
Nach neuesten Studien werde der weltweite Bedarf an Öl und Gas mittelfristig weiter zunehmen. So geht die IEA in ihrer Prognose "World Energy Outlook 2008" davon aus, dass bei Fortschreibung der aktuellen Trends die weltweite Nachfrage nach Öl bis 2030 um durchschnittlich 1,0 % und nach Gas um durchschnittlich 1,8 % pro Jahr steigen wird. Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern sieht die IEA einen erheblichen zusätzlichen Bedarf.
Auch in zwei alternativen Szenarien, die stärkere klimapolitische Einflussnahmen unterstellen, erwartet die IEA einen Anstieg der Nachfrage, allerdings mit deutlich geringeren Wachstumsraten (pro Jahr 0,3 bis 0,6 % für Öl und 0,9 bis 1,4 % für Gas).
Die Förderung konventionellen Erdöls wird nach Einschätzung der IEA bis zum Jahr 2030 einen Höchstwert erreichen. Danach wird zunehmend Öl aus anderen Quellen gewonnen, etwa aus Teersand und Ölschiefer (so genanntes unkonventionelles Erdöl) sowie aus Kohle, Gas und aus nachwachsenden Rohstoffen.